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2010/01/16

Warum sich die Filmindustrie Gedanken machen sollte

Autor: Daniel

In seinem Artikel auf Netzwertig.de ist Martin Weigert der Auffassung, dass sich die Filmindustrie keine Sorgen machen muss, weil die Auswirkungen der Digitalisierung auf sie nicht so groß sind, wie auf die Musik- und Printbranche. Ich musste bei der Überschrift des Artikels stutzen, denn mir kommt es aufgrund der aktuellen Entscheidungen von Majors wie Warner und Universal, ihren Backkatalog nur noch auf DVD-R auszuwerten, eher so vor, als würde sich die Filmindustrie durchaus Sorgen machen. Zumindest was dieses Segment betrifft kann meine Einschätzung nicht ganz falsch sein, insbesondere wenn man bedenkt, dass Martin Weigert für sein Gegenargument wiederholt das 3D-Kino vorbringt – also das genaue Gegenteil der Backkatalogtitel, bei denen die Majors ins Schwitzen zu geraten scheinen.
So sind schnellere Internetverbindungen und auch die hohe Nutzerzahl (Stichwort Seeder), die den Verkauf physischer Kopien einbrechen lassen, vielleicht doch als Anfang vom Ende zu bezeichnen. Allerdings wohl nur für Filme mit kleinen Zielgruppen, die sich irgendwo am unteren Ende des Long Tail tummeln.

Deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass die Filmbranche sich möglichst bald um verbesserte VoD-Angebote bemühen muss, um die Kontrolle über den Long Tail zu behalten. Die folgenden vier Punkte versuchen dies näher zu klären (und orientieren sich dabei an den Argumenten von Martin Weigert).

2009/12/14

A day in the internet ...

A Day in the Internet
Created by Online Education

2009/11/21

Liebe dein Mem wie dich selbst

In der Wissens- und Informationsgesellschaft ist das Mem zum alltäglichen Begleiter geworden und erreicht langsam, wenn man Evolutionstheoretikern glaubt, auch das Potential, für den Menschen gefährlich zu werden. Bis es allerdings so weit ist können wir uns an den vielen Memen erfreuen - auch wenn ab und an jemand sie für uns erklären muss, so wie hier Johnny Haeusler von Spreeblick, der sich eines der wenigen rein deutschen Onlinememes annimmt.

Via Netz Royal.

2009/11/12

Erinnerung ist Trumpf - Drei aktuelle Kurzfilme

Autor: Daniel

Im Umkreis der Zwiebelringe ist in letzter Zeit immer mal wieder die Frage aufgekommen, ob Langspielfilme auf lange Sicht von kurzen narrativen Formaten verdrängt werden. Der sinkenden Aufmerksamkeitsspanne käme dies sicherlich zupass, und die große Beliebtheit, derer sich Fernsehserien erfreuen, legt diese Vermutung auch nahe. Lange Erzählbögen werden online sicherlich in Form von Webisodes weiterhin bestand haben, aber auch für eigenständige Kurzfilme kann man eine rosige Zukunft voraussagen. Im Nachfolgenden habe ich drei Beispiele aus der letzten Zeit gesammelt, die unterhaltsame Hinweise darauf geben, wie Kurzfilme abseits der klassischen Erzählstruktur – und damit näher an der Aufmerksamkeit von Webusern – aussehen könnten.