Autor: Uwe
Dies ist der zweite Teil unserer Serie über die historische Entwicklung der Spielekonsolen und die damit verbundenen viel zu oft geradezu tragischen Entscheidungen der Firmenlenker, die sie schufen. Während sich der erste Teil mit der Früh- und Glanzzeit beschäftigte, welche die ersten vier Generationen der Konsolen umfasst, widmet sich dieser Teil nun sozusagen der Neuzeit.
Mit der 3DO wurde im letzten Teil bereits die erste Konsole der fünften Generation betrachtet, die allerdings - in ihrer Basisfunktion als Spieleplattform - wenig Neuerungen bot.
Bei den Systemen dieser Generation haben nun sowohl Nintendo, als auch Sega durch einige fatale Entscheidungen bedeutend an Boden verloren, sodass wieder Bewegung in den Markt kam: Sony war nun urplötzlich der Platzhirsch, dem es Paroli zu bieten galt. Aber nun der Reihe nach.
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2010/02/01
Quo vadis, Konsole? Teil 2: Unforseen Consequences (Massenmarkt und Piraten)
Labels:
Geschichte,
Spiele
2010/01/04
Quo vadis, Konsole? Teil 1: A Link to the Past (Handhelds, Polygone und Vernetzung)
Autor: Uwe
Gutes Produktmanagement und Marketing sind Vielen ein Buch mit 7 Siegeln in einem Heuhaufen irgendwo in einem böhmischen Dorf. Dereinst war das noch nicht wirklich nötig, als in den 1960er Jahren bei einer kleinen Elektronikfirma die erste Heimspielekonsole überhaupt erschien. Diese war nicht ganz ohne Tücken, konnte sich aber trotzdem blendend verkaufen, da es nun mal keine Konkurrenz gab. Auch ohne einen Doktortitel in Betriebswirtschaftslehre ist es einleuchtend, dass eine schnell steigende Nachfrage diesem Zustand entgegenwirken wird. Als die Odyssey² erschien, war man zu spät dran, hatte zu wenige Alleinstellungsmerkmale und vor Allem kaum 3rd-party Unterstützung. Es wurden insgesamt 2 Millionen Konsolen verkauft. Verglichen mit der Odyssey war das ein Zuwachs um 500%, aber die direkte Konkurrenz mit Ataris berühmter 2600 verkaufte sich 30 Millionen mal und "Atari" war synonym mit "Videospielkonsole" geworden.
Zumindest solange, bis die Abwesenheit von Produktmanagement durch Unwegbarkeiteiten des freien Marktes wie ein schlecht geworfener Bumerang zurückschlug und über mehrere Jahre hinweg den Durchbruch neuerer Systeme mit ausgefeilterer Technik und komplexeren Spielen verzögerte. Der epische Zweikampf Mario gegen Sonic, bzw. Nintendo gegen Sega war eingeläutet.
Gutes Produktmanagement und Marketing sind Vielen ein Buch mit 7 Siegeln in einem Heuhaufen irgendwo in einem böhmischen Dorf. Dereinst war das noch nicht wirklich nötig, als in den 1960er Jahren bei einer kleinen Elektronikfirma die erste Heimspielekonsole überhaupt erschien. Diese war nicht ganz ohne Tücken, konnte sich aber trotzdem blendend verkaufen, da es nun mal keine Konkurrenz gab. Auch ohne einen Doktortitel in Betriebswirtschaftslehre ist es einleuchtend, dass eine schnell steigende Nachfrage diesem Zustand entgegenwirken wird. Als die Odyssey² erschien, war man zu spät dran, hatte zu wenige Alleinstellungsmerkmale und vor Allem kaum 3rd-party Unterstützung. Es wurden insgesamt 2 Millionen Konsolen verkauft. Verglichen mit der Odyssey war das ein Zuwachs um 500%, aber die direkte Konkurrenz mit Ataris berühmter 2600 verkaufte sich 30 Millionen mal und "Atari" war synonym mit "Videospielkonsole" geworden.
Zumindest solange, bis die Abwesenheit von Produktmanagement durch Unwegbarkeiteiten des freien Marktes wie ein schlecht geworfener Bumerang zurückschlug und über mehrere Jahre hinweg den Durchbruch neuerer Systeme mit ausgefeilterer Technik und komplexeren Spielen verzögerte. Der epische Zweikampf Mario gegen Sonic, bzw. Nintendo gegen Sega war eingeläutet.
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