Autor: Daniel
Nach dem Mittagessen hieß es „On to the next one“, und der zweite Filmwintertag (22.01.) fing an, wie der erste aufgehört hat: Sleazy und dänisch.
Annelise Meineche – Uden en Traevl (1968)
Als Ergänzung zu Gift hat Jack Stevenson Without a Stitch präsentiert, einen deutlich trashigeren und freizügigeren Ausflug in die Sexuelle Revolution Dänemarks. Hier diagnostiziert ein fragwürdiger Gynäkologe bei der 18-jährigen Lillian Prüderie und erklärt ihr auch gleich, wie sie geheilt werden kann. Zuerst muss er sie mehrmals die Woche befummeln und dann soll sie sich doch bitte auf eine sexuelle Erkundungsreise quer durch Europa begeben. Als sie schließlich wieder in der Praxis des Arztes ankommt dankt sie ihm für ihre Heilung, auch wenn ihr nicht jedes ihrer Abenteuer gefallen hat.
Eines davon erlebt sie in Deutschland mit einem Stuttgarter Geschäftsmann (zumindest fährt er ein Auto mit Stuttgarter Kennzeichen) der sie auf der Reeperbahn vor den aufdringlichen Männern rettet – nur um sie in seiner Villa auszupeitschen. Ja, so geht es in deutschen Schlafzimmern zu. Auch sonst lässt der Film jegliche filmischen Qualitäten, die Gift ausgezeichnet haben, vermissen und bietet stattdessen eine uninspiriert inszenierte Abfolge mehr oder weniger erotischer Szenen. Als Lillian gegen Ende des Films dann einem jungen Mann, der meint, ihr würde es nicht gefallen, mit ihm zu schlafen, erwidert „Es ist nicht wichtig, ob es mir gefällt, Hauptsache, du bist glücklich.“, fragt man sich, ob Thomsen nicht doch ganz richtig daran getan hat, den moralischen Verfall anzuprangern.
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2010/01/25
2010/01/20
2009/12/28
Kunst entfernen ist auch Kunst
Schon in einem anderen Blog habe ich mir den Spaß erlaubt die grauen, auffälligen Flächen, mit denen Graffiti übermalt wird, zu Kunst zu erklären. Deswegen freut es mich sehr, dass Matt McCormick aus diesem Spaß hat ernst werden lassen und die elegische und humorvolle Kurzdoku The Subconscious Art of Graffiti Removal inszeniert hat.
Via Wooster Collective.
Via Wooster Collective.
Labels:
Kunst
2009/11/10
Hapiness I cannot feel ... without my hat!
Autor: Uwe
Liebeskummer? Dreht sich die Welt zu schnell? Immernoch kein Beweis für die Goldbachvermutung? Oder gar einfach chronisch traurig?
Endlich gibt es eine so simple, wie perfekte Lösung für all diejenigen von uns, denen die Unwegbarkeiten des Alltags aufs Gemüt schlagen.
Allerdings ist die Rückgewinnung der Gemütlichkeit nicht ganz frei von physischer Pein, aber wer nimmt die nicht bereitwillig auf sich, um seiner Umwelt etwas positives Karma entgegenzustrahlen.
Dieses eigensinnige Werk der amerikanischen Designerin / Programmiererin / Künstlerin / Person Lauren McCarthy verquickt in anschaulicher weise Technologie und Selbstreflektion zu einem kongenialen Konglomerat. In ihren Worten:
Via Geeks are sexy.
Liebeskummer? Dreht sich die Welt zu schnell? Immernoch kein Beweis für die Goldbachvermutung? Oder gar einfach chronisch traurig?
Endlich gibt es eine so simple, wie perfekte Lösung für all diejenigen von uns, denen die Unwegbarkeiten des Alltags aufs Gemüt schlagen.
Allerdings ist die Rückgewinnung der Gemütlichkeit nicht ganz frei von physischer Pein, aber wer nimmt die nicht bereitwillig auf sich, um seiner Umwelt etwas positives Karma entgegenzustrahlen.
Dieses eigensinnige Werk der amerikanischen Designerin / Programmiererin / Künstlerin / Person Lauren McCarthy verquickt in anschaulicher weise Technologie und Selbstreflektion zu einem kongenialen Konglomerat. In ihren Worten:
A smile is a simple action that has the power to make you and everyone around you feel better. Just using the muscles to smile can make you feel happier. Seeing someone else smiling triggers mirror neurons in your own brain, causing you to unconsciously smile yourself. What is the potential of feedback to improve the way we act and feel? On the other hand, how often does the appearance we project misrepresent what we are really thinking and feeling? How do we reconcile these ideas?Allein die Betrachtung dieses Projektes sollte schon für den einen oder anderen Endorphinausstoß ausreichend sein.
Via Geeks are sexy.